Ausschussmitglieder besuchten die größte Baustelle Husums

28.02.2018

Shoppingcenter nimmt Gestalt an

Mit großem Interesse folgten die Mitglieder des Bau- sowie des Umwelt- und Planungsausschusses der Stadt Husum den Ausführungen von Volkmar Drescher und Ulf Strey zum Stand der Bauarbeiten am Husumer Shopping Center. Foto: Klein

Husum (hk) – „Hier ist das Raumerlebnis schon spürbar“, erklärte Volkmar Drescher, nachdem er die Mitglieder des Husumer Umwelt- und Planungs-(UPlA) sowie des Bauausschusses (BA) an Stahlstützen, Gerüststreben, allerhand Baumaterial und den rund vier bis fünf Dutzend Arbeitern vorbei zum künftigen, zurzeit noch fünf Meter lichte Höhe aufweisenden Eingangsbereich des Husum Shopping Centers (HSC) geführt hatte.
Und mit viel Fantasie sowie anhand des vom Leiter der Prelios Development Services mitgeführten Lageplans war durchaus erkennbar, wo ab Sommer 2019 fashion, beauty, food und lifestyle präsentiert werden sollen.

„Über 60 Prozent der Fläche sind schon vermietet“, nannte er neben den Ankermietern H&M, Edeka und dm nun noch Esprit, Ecco, Beauty & More, Vodafone, Bijou Brigitte, Schuhpark, Vero Moda Only, Schuback Parfümerie sowie eine indische und eine asiatische „Straßenküche“.
Im Mittelpunkt des Interesses standen jedoch Fragen zum Bau, immerhin gehören viele Ingenieure dem UPlA und BA an. Und „da ist das HSC geradezu ein Modell für sämtliche vorhandene Bauarten“, sagte Drescher, während der WSP-Bauleiter Ulf Strey betonte, dass man hier aber auch auf alle Schwierigkeiten stoße, die man sich vorstellen könne.    

Regen, Kälte, das fast ein Geschoss Höhendifferenz aufweisende Gelände, die unterschiedlichsten Bodenarten von sandig über lehmig bis hin zu Torf machten das Vorhaben überaus aufwendig. Acht bis zehn Meter würden die 14 Meter langen Stahlspundwände in die Tiefe ragen, hinzu kämen Hochdruckinjektionen, um alles abzusichern und abzustützen.
Baustellen-Video auf: www.nf-palette.de/galerien/videos
„Darüber hinaus unterheizen wir zurzeit die Flächen und wärmen auch den Beton an, um weiterarbeiten zu können. Dennoch wird der jetzt angekündigte Frost uns wohl drei Wochen kosten.“ Nichtsdestotrotz werde man versuchen, demnächst die Front wasserdicht zu machen und ab Mitte Mai mit dem Innenausbau beginnen. Gebaut werde mit Vollwärmedämmung, „das hilft später beim Energieverbrauch“, so Strey weiter. Und natürlich spiele auch die spätere Logistik bei den Planungen eine überaus wichtige Rolle, angefangen beim Nachtzugang für eine potentielle Apotheke über ein umfassendes Anlieferungs-/Fluchtwegesystem entlang der gesamten Außenmauern bis hin zu den Fettabscheidern für die Gastronomie.
Im Rathaus schließlich präsentierten Drescher und der Architekt Ekkehard Voss die mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmten Materialien: Haptische, champagnerfarbene Steine zur Großstraße hin sollen für ein ruhiges, helles, aber nicht langweiliges Erscheinungsbild sorgen; im Kontrast dazu erhalten die Fassaden am Quickmarkt und in der Schlosstraße den gleichen Stein in rot-braun-changierender Färbung. Für Auflockerung sorgen zudem versetzt angeordnete „schlickwatt- und sandwatt-farbene“ (so die Grüne Barbara Ganter) Metallplatten. Hinsichtlich der geplanten rotgefärbten Betonsteine für die Pflasterung empfahl Alfred Mordhorst (CDU), lieber teurere Klinker einzusetzen, da die Beton-Steine schnell altern und dann ihre Farbe verlieren würden. Und bei der Begrünung regte Frank Hofeditz (Bündnis 90/Die Grünen) an, statt der Stauden eine Wildblumenmischung für die Insekten anzusäen.

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