Husum hat die Welt zu Gast

13.09.2017

Husum Windmesse: Empfang im Rathaus

Viele Gäste versammelten sich am Dienstagabend im Foyer des Rathaus zum Empfang der Husum Wind 2017. Foto: Privat

Husum (pa) - Gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein hatte die Stadt Husum am Dienstagabend zu einem Empfang anlässlich der Messe „Husum Wind 2017“ ins Rathaus eingeladen. Bürgermeister Uwe Schmitz begrüßte die Gäste, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Austellerinnen und Austeller.
„Husum steht für Wind und leider komme ich nicht umhin, auch diejenigen zu nennen, die mir seit einigen Wochen fehlen“, sagte er mit Blick auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Windkraftanlagen-Herstellers Senvion. Die Produktionsstätte Husum sei von dem Unternehmen eingestellt worden und derzeit werde daran gearbeitet, den Service und die Verwaltung an andere Standorte zu verlegen. „Das tut weh und ist bitter für die Stadt, die Region und vor allen Dingen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
An die Windbranche gerichtet wünschte er sich, dass diese bei allen guten Geschäften auch darauf achte, „dass Menschen möglichst nicht auf der Strecke bleiben.“
Dr. Thilo Rohlfs, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, überbrachte die Grüße vom Wirtschaftsminister, Dr. Bernd Buchholz, und des gesamten Kabinetts. „Als deutliches Signal, dass die neue Landesregierung zur Messe und gleichermaßen zum Messe-Standort Husum steht, hat Ministerpräsident Daniel Günther die Husum Wind eröffnet“, sagte er.
Die Messe sei ein wichtiger Impulsgeber für die Region und immerhin Keimzelle der Windenergie in ganz Deutschland. Auch er blickte auf Senvion: Husum spüre die schwierigen Rahmenbedingungen der Windbranche, das werde an der Senvion-Entscheidung sehr deutlich. „Dass dieses kein Einzelfall ist, zeigt die Ankündigung auf Stellenabbau vom Anlagenbauer Nordex“, so der Staatssekretär.
Mit dem „Jamaika-Koalitionsvertrag“ in Schleswig-Holstein wolle man die erneuerbaren Energien weiter ausbauen und an den bisherigen Ausbauzielen grundsätzlich festhalten. Zudem stünde als Arbeitsfeld die moderne Energieversorgung mit Digitalisierung ganz oben an. Das „NEW 4.0-Projekt“ (Norddeutsche Energiewende) werde zur Husum Wind vorgestellt. Projektziel der über 60 innovativen Partner eines Industriekonsortiums aus Schleswig-Holstein und Hamburg: Die Versorgungssicherheit mit erneuerbaren Energien in Echtzeit, „also die Vernetzung von Erzeugung und Verbrauch.“
Die Husumer Windmesse biete ein hervorragendes Schaufenster, um Produkte und Innovationen der nationalen und internationalen Öffentlichkeit zu präsentieren“, so Dr. Rohlfs. Er dankte der Stadt und den Initiatoren, allen voran der Messegesellschaft Husum mit Peter Becker und seinem Team an der Spitze.
Für Peter Becker war es ein Abschied, da er die Messe Husum & Congress als langjähriger Geschäftsführer zum Ende des Jahres verlässt. „Ich danke dir im Namen der Stadt für die stets gute, offene, ehrliche und immer partnerschaftliche Zusammenarbeit von ganzem Herzen“, so der Bürgermeister, der ihm zum Abschied ein persönliches Präsent überreichte.

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