Info-Abend am 23. Mai in Niebüll

16.05.2018

Ohne die Bienen geht es nicht!

Anna Ihme, Chiara Meyer, Holger Heinke und Ann-Kathrein Gräning (v.l.) möchten den Bienen helfen und laden am 23. Mai zu einem Infoabend ein. Foto: Privat

Nordfriesland (pa) – Die Bienen sind in Not. Sie finden immer weniger Blumen und Blüten, ganze Völker sterben oder verschwinden einfach. Die Gründe dafür sind vielfältig. Große Monokulturflächen, Pestizide zerstören Lebensräume, Parasiten nisten sich in den Stöcken ein. Der Kirchenkreis Nordfriesland und seine Partner laden daher zu einem kreativen Informationsabend „Bienen bauchen blühende Blumen – und wir die Bienen“ ein. Gemeinsam mit dem Naturzentrum Bredstedt, dem Kulturbüro Niebüll und der Familienbildungsstätte Niebüll organisieren die Akteure am Mittwoch, 23. Mai, einen Informations-Abend im „Haus der Familie“ in Niebüll. Jung und Alt sind herzlich willkommen.

„Eine Apfelblüte muss 18 Mal bestäubt werden, damit sie zur Frucht reifen kann“, erklärt Anna Ihme vom Kirchenkreis. Sie macht damit deutlich, dass die Lebensgrundlage von Mensch und Tier durch das Bienensterben bedroht ist: 80 Prozent der heimischen Kultur- und Wildpflanzen und damit rund ein Drittel von unserem Obst und Gemüse sind von der Bestäubung durch Bienen abhängig.
Gemeinsam mit dem Naturzentrum Bredstedt, dem Kulturbüro Niebüll und der Familienbildungsstätte Niebüll organisiert sie am Mittwoch, 23. Mai, einen Abend im „Haus der Familie“ in Niebüll.
Annemarie Matthießen von der Initiative „Bredstedt blüht auf“ wird den Teilnehmern erklären, was es mit dem Bienensterben auf sich hat und wie man den fleißigen Insekten helfen kann, wieder Fuß im Ökosystem zu fassen.
Aber an diesem Abend soll nicht nur geredet werden. Gemeinsam basteln die Teilnehmer „Samen-Pralinés“: Sie rollen eine kleine Handvoll Blumensamen in Lehmerde ein und können das entstandene Praliné nach dem Trocknen einfach ins Blumenbeet werfen. Der Regen wird die Lehmerde aufweichen und die Samen sanft ins Erdreich spülen. Und schon in wenigen Wochen wächst dort ein kleines Blütenmeer, das den bedrohten Bienen Heimat sein kann.
„Ohne Bienen kann die Menschheit nicht überleben“, sagt Holger Heinke vom Stadtmarketing Niebüll. Er unterstützt die Initiative gern und freut sich, dass am selben Abend auch ein kleines Stück vom Garten des Diakonischen Werks angesät werden darf.
Ann-Kathrein Gräning vom Evangelischen Kinder- und Jugendbüro Nordfriesland ist grundsätzlich am Thema Nachhaltigkeit interessiert und freut sich über jede Idee, die die Welt ein bisschen besser machen kann.
„Ich finde es spannend, was jeder Einzelne machen kann“, sagt Chiara Meyer vom Kulturbüro. „So etwas motiviert doch dazu, sich einzubringen.
Der Abend beginnt um 18 Uhr im „Haus der Familie Niebüll“, Uhlebüller Straße 22, und dauert etwa zwei Stunden. Anmeldungen unter sekretariat@erw-breklum.de .                      

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