Von der Uferschnepfe bis zur Entwässerung

11.10.2017

Aktuelles aus den Tönninger Ausschüssen

Tönning (pa) - Tönning hat den ersten Herbststurm gut überstanden. Sturm Sebastian hat in Tönning nur mäßige Schäden hinterlassen. Trotzdem sollten die Bürger noch vorsichtig sein, wenn Sie in den Wäldern spazieren gehen. Vereinzelt können noch lose Äste in den Bäumen hängen und herunterfallen. Der Vorsitzende des Umwelt- und Kleingartenausschusses Hermann Clasen dankte der Feuerwehr und den Mitarbeitern des Bauhofs für die Aufräumarbeiten nach dem Sturm. Da die Bäume noch viele Blätter trugen und der Boden durch den Regen aufgeweicht war, wurden einige Bäume komplett entwurzelt. Die Aufräumarbeiten, unter anderem auf der Katinger Landstraße, verliefen aber zügig und routiniert. Für die kommenden Herbst- und Winterstürme sind die Feuerwehr und die Mitarbeiter des Bauhofs bestens gewappnet.

Uferschnepfen boykottieren die Grüne Insel
Einem Bericht des Oberdeichgrafen Jan Rabeler an die Ausschussmitglieder zufolge, zeigen sich die Uferschnepfen nur wenig begeistert von der Grünen Insel im Katinger Watt. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein startete im Jahr 2012 das auf zehn Jahre angelegte EU Projekt Life Limosa, um den negativen Bestandstrend umzukehren. Durch geeignete Maßnahmen sollen in zehn Projektgebieten die Voraussetzungen für einen Anstieg des Bruterfolgs geschaffen werden. Laut Zählungsergebnissen finden sich die meisten Vorkommen der Uferschnepfe aber im Bereich der extensiv bewirtschafteten Flächen im Katinger Watt um den Heidemannturm. Ähnliche Beobachtungen gelten für die Trauerseeschwalbe. „Die zusätzlich im Olversumer Vorland geschaffenen Wasserflächen der Grünen Insel haben bisher nicht zu einer nennenswerten Steigerung der Population geführt“, sagt Rabeler.

Relevanz der Mitteldeichlinie wird häufig unterschätzt
Die Mitteldeichlinie als Element des Küstenschutzes wird häufig unterschätzt. Der Oberdeichgraf Jan Rabeler berichtete im Umwelt- und Kleingartenausschuss der Stadt Tönning, dass durch den Klimawandel vermehrt mit Sturmfluten zu rechnen ist. Bei besonders schweren Sturmfluten kann die erste Deichlinie leicht überflutet werden. Für einen solchen Fall sei es umso wichtiger, die Fokussierung auf die zweite Deichlinie zu setzen, so Rabeler. Hierfür ist dem Pflegezustand und der Unterhaltung der zweiten Deichlinie in Zukunft mehr Gewicht beizumessen. Den besten Schutz für einen Deich stellt eine kurze Grasnarbe dar – und eine ausreichende Bewirtschaftung mit Schafen. Hundehalter sind daher aufgefordert, die Leinenpflicht zu beachten. Um die Schafe nicht bei ihrer wichtigen Arbeit, der Deichpflege, zu stören.

Die Entwässerung geht Alle an
Die Verbreiterung der Gräben auf Eiderstedt ist für den Oberdeichgraf Jan Rabeler ein Thema, das Alle etwas angeht. Das Ausbaggern bietet den Vorteil, dass mehr Stauraum für Regenwasser vorhanden ist. Zudem wird der Lebensraum Graben für die dort lebenden Tiere attraktiver. Auch private Grabenanrainer sollten sich bewusst sein, das dieses System wichtig für die Entwässerung Eiderstedts ist. Daher sind Gräben auch von Bewuchs und Bebauung frei zu halten. Ein weiteres Problem sieht Rabeler auch, wenn die Eider ihre Funktion als Bundeswasserstraße verlieren würde. Eine gute Unterhaltung der Eider ist für die Entwässerung aller Menschen auf Eiderstedt von großer Bedeutung.

Neue Ansätze für den Umwelttag
Der Vorsitzende des Umwelt- und Kleingartenausschusses, Hermann Clasen, möchte den jährlichen Umwelttag in der Stadt Tönning gerne attraktiver gestalten. Die gemeinsame Aktion, bei der Freiwillige im Stadtgebiet Müll einsammeln und hinterher beim Bauhof abgeben, sollte wieder mehr Zulauf erfahren. Beraten wurden mehrere Möglichkeiten; von einer Abschlussveranstaltung im Packhaus bis hin zu einer Prämie für den originellsten Müllfund. Der Termin für den Umwelttag 2018 und seinen genauen Ablauf wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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