Bitte volltanken - mit grünem Wasserstoff

Zweite Tankstelle für Wasserstoff in Husum eingeweiht

Ove Petersen, Florian Lorenzen, André Steinau, Uwe Schmitz und team-energie-Geschäftsführer Volker Behn durchschnitten zur offiziellen Einweihung der zweiten eFarm-Wasserstofftankstelle das Band. Fotos: Klein

Husum/NF (hk) – „2018, in einer Zeit, in der es noch keine nationale Wasserstoffstrategie gab, haben wir die ersten Enthusiasten gefunden, die mit uns gemeinsam an die Zukunft des grünen Wasserstoffs glaubten“, begrüßte am ganz frühen Montagmorgen Geschäftsführer André Steinau neben Gesellschaftern der Projektgesellschaft eFarming GmbH & Co. KG auf dem Gelände der team energie auch regionale Prominenz zur offiziellen Einweihung der zweiten eFarm-Tankstelle in Nordfriesland, die ebenso wie ihr Pendant in Niebüll komplett mit Wasserstoff aus der Region versorgt wird.

Sehr früh schon habe der Kreis Nordfriesland das Projekt eFarm, das Windenergie und Wasserstoff zu einem regionalen Energiesystem verbindet, mit zwei Brennstoffzellen-Bussen und mit der Zusage für eine Zusatzförderung über bis zu 1,4 Millionen Euro unterstützt.

„Ich glaube nicht, dass diese Summe für die Mehrkosten ausgeschöpft wird“, betonte Landrat Florian Lorenzen „den Pioniergeist hier im Norden“. So wie die eFarmer es gewagt und letztlich ermöglicht hätten, die Idee der regionalen Rohstofferzeugung, Veredelung und Nutzung innerhalb von nur drei Jahren auf die Straße und sicher bald zur Marktreife zu bringen, sei er sich sicher, „dass wir durch technologischen Fortschritt dahin kommen, dass Elek­trolyseure zielgerichtet eingesetzt werden können, um den so genannten Abschaltstrom noch besser zu nutzen.“

Für die Stormstadt freute sich Bürgermeister Uwe Schmitz riesig, „dass wir hier vor Ort maßgeblich an diesem Anfang der Wasserstoffmobilität beteiligt sind.“ Einmal mehr zeige Nordfriesland dem Rest der Republik, dass dank GP Joule resp. der eFarm hier die Energiewende gelebt werde.
Als Ideengeber machte Ove Petersen deutlich: „Wir müssen uns die Märkte für unsere Energien selber suchen. Und der beste Schlüssel dafür ist der Wasserstoff.“ Mit ihm ließen sich flexibel die Türen zum Mobilitäts- und zum Wärmemarkt öffnen, aber man könne ihn auch wieder „rückverstromen“. Zudem habe man als größter Empfänger der EEG-Umlage die Verantwortung, „hier etwas aus unserer Energie zu machen.“

Für Mobilität habe sich GP Joule schon 2010 entschieden, weil „sie emotional und weil sie den Leuten was wert ist.“ Und da man sich nicht allein mit der Technologie als solcher beschäftigt habe, sondern damit, „wie man günstig Wasserstoff bereit stellen kann“, seien die Kosten inzwischen „pari pari“ zu Diesel.

Eindeutig bezog er zur Frage, woher die Erneuerbare Energie stammen solle, Stellung: Um den Bedarf von 2.500 Terrawatt zu decken, seien etwa 2,5 Prozent der deutschen Fläche nötig. Angesichts der Tatsache, dass bereits sieben Prozent versiegelt seien, „sind 100 Prozent Erneuerbare Energien möglich! Diese Wertschöpfungskette sollten wir uns hier nicht nehmen lassen.“ Zumal mit eigenen Produkten auch ein neuer Wert, eine eigene Identität geschaffen werde.


  • Trauerbegleiter

    Trauerbegleiter 2021 41

  • Bauen Wohnen-KTV

    Bauen Wohnen-KTV 2021 38

  • Traumhochzeit

    Traumhochzeit 2021 36

  • Berufswahl Extra

    Berufswahl Extra 2021 31

  • MoinMoin Urlauber

    MoinMoin Urlauber 2021 26

  • Weihnachtszauber

    Weihnachtszauber 2020 47

Haushaltskalender 2022

Familien-Anzeige Online aufgeben

... hier klicken