37. Westküstentreffen des Rotary Club Husum

"Wirtschafts- und Industriespionage" - ein total spannender Abend

Viel Prominenz beim 37. Westküstentreffen des Rotary Clubs Husum im Schloss vor Husum – von links Präsident Dr. Ulrich Hartge, Sicherheitsdirektor und Referent Norbert Wolf, Bürgermeister Uwe Schmitz, Bürgervorsteher Martin Kindl. Foto: Privat

Husum (pa) - Im voll besetzten Rittersaal im Schloss vor Husum konnte Präsident Dr. Ulrich Hartge viele Rotarier aus Flensburg, Niebüll, Leck, St. Peter-Ording, Tönning, Heide und Meldorf  sowie Mitglieder der Husumer Lions-Clubs, Round Table, Rotaract, die Damen des Inner Wheel Clubs Husum, Bürgervorsteher Martin Kindl, Bürgermeister Uwe Schmitz und den Hausherrn des Schlosses, Dr. Ulf von Hielmcrone zum traditionellen 37. Westküstentreffen begrüßen. Als Ehrengast und Referent hieß Präsident Dr. Ulrich Hartge den ehemaligen Sicherheitsdirektor der Siemens AG, Norbert Wolf, willkommen.

In seinem kurzen Grußwort bedankte sich Bürgermeister Uwe Schmitz für das große und nachhaltige Engagement der Husumer Rotarier für die Bürger der Stadt Husum. Schmitz: „Sie stehen für wohltätige Zwecke und haben vielen Menschen geholfen.“

Norbert Wolf, der in Husum aufgewachsen ist, dann 28 Jahre in leitenden Funktionen bei der Polizei und 21 Jahre Sicherheitschef bei Siemens war, begann seinen Vortrag zum Thema „Wirtschafts- und Industriespionage“ mit einem kurzen Abriss zur Firma Siemens, die 172 Jahre alt ist, 400.000 Mitarbeiter weltweit hat und pro Jahr ca. 4000 Patente anmeldet.

Sicherheit sei heute elementarer Bestandteil eines jeden Unternehmens. So seien bei Siemens Hacker des „Computer Choas Clubs“ damit beschäftigt, Schwachstellen im Unternehmen zu finden.

Im Laufe der letzten drei Jahrzehnte habe sich die Notwendigkeit in jedem Unternehmen gezeigt, Krisenmanagement für Spionage, negative Propaganda, Infiltration, Bestechung, Produktpiraterie, Diebstahl und Betrug intensiv zu betreiben. Immer wieder gebe es, vor allem außerhalb Deutschlands, Entführungen, Terror, Sabotage, Brandanschläge und sogar Heckenschützen. Verlorenes Vertrauen in die Sicherheit und verlorenes Know How bedeuteten immer den Verlust von Arbeitsplätzen.

Norbert Wolf erläuterte, dass grundsätzlich regelmäßig in den Unternehmen Schwachstellenanalysen und Risikobewertungen durchgeführt werden müssen. Das gelte insbesondere für schützenswertes Wissen, Vorstandsdokumente, F + E-Projekte, Ausschreibungen, Notfall- und Krisenpläne, Kundendaten, Zielvereinbarungen, Gehaltsdaten und letztlich alle Insiderdaten.

Leider sei festzustellen, dass sowohl China wie auch Russland aggressiv und offensiv Wirtschaftsspionage betreiben. Die Motive der Akteure und Unterstützer könnten dabei sehr unterschiedlich sein. Wesentliche Motive seien persönliche Bereicherung, finanzielle Notlagen, emotionale Abhängigkeiten, berufliche Frustrationen, übersteigertes Geltungsbedürfnis und letztlich idealistische, ideologische und politische Einstellungen.

Anhand von zahlreichen eigenen Erlebnissen machte Norbert Wolf die Bandbreite der kriminellen Energien deutlich. Diese würden durch Entführungen, Abhörmaßnahmen, Erpressung, gehackte Dateien und Spionage für jedes Unternehmen zur Gefahr. Neben der Risikobewertung und Schwachstellenanalyse müsse jedes Unternehmen bei der Personalauswahl größtmögliche Sorgfalt anwenden.

Präsident Dr. Ulrich Hartge dankte Norbert Wolf für seinen informativen und hochinteressanten Vortrag. Im Anschluss lud er alle Besucher zu einem leckeren Buffet ein, dass die Damen des Inner Wheel Clubs Husum zubereitet hatten.


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