Bau der Integrierten Station Westküste nimmt Form an

"Dichtfest" im Beltringharder Koog bei bestem Sommerwetter

Ein Foto vor dem Rohbau: Es zeigt in der vorderen Reihe v.r.n.l.: Harald Förster, Schutzstation Wattenmeer; Jan Philipp Albrecht, Umweltminister; Dr. Edgar Techow, Zweckverband Beltringharder Koog; Dr. Thurid Otto, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein; Dirk Albrecht, Bürgermeister Reußenköge. Hinter Reihe v.r.n.l: Sebastian Lundelius, dl architekten PartG mbB; Holger Petersen-Otto, dl architekten PartG mbB; Dr. Gerd Meurs-Scher, Nationalparkverwaltung/LKN.SH; Manfred Uekermann, Kreispräsident Nordfriesland. Foto:

Kiel/Nordfriesland (pa) - Dank intensiver Unterstützung durch das Land Schleswig-Holstein, vertreten durch die Ministerien für Umwelt und Tourismus, und dem EU-Förderprogramm Integrierte territoriale Investition (ITI) nimmt der Bau Form an: Die neue Integrierte Station Westküste im Beltringharder Koog, der zukünftigen zentralen Anlaufstelle im mittleren Nordfriesland für das angrenzende Naturschutzgebiet und den Nationalpark, feierte am 9. Juni 2021 mit einem „Dichtfest“ die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts.

Der Neubau neben dem bereits bestehenden Kiosk- und Sanitärgebäude nahe der Badestelle Lüttmoorsiel hat Flächen von rund 450 Quadratmetern. Auf rund 100 Quadratmetern davon entsteht eine Ausstellung zum Thema Naturschutz (Schwerpunkt Beltringharder Koog, außerdem Nationalpark und Weltnaturerbe Wattenmeer, Biosphäre Halligen, Küstenschutz). Zusätzlich beherbergt das neue Gebäude Funktionsräume für die Mitarbeitenden und die Bundesfreiwilligen sowie Räumlichkeiten für Veranstaltungen. Die Gesamtkosten für den Neubau betragen rund 2,2 Millionen Euro.

Zu der Feierstunde in Lüttmoorsiel kam auch Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht, der sich vor Ort, über den Baufortschritt und das Vorhaben informierte. „Die neue Integrierte Station wird ein attraktiver Dreh- und Angelpunkt für alle Naturinteressierten. Naturschutz, nachhaltiger Tourismus und kommunales Engagement gehen hier auf vorbildliche Weise Hand in Hand“, sagte der Minister. „Es ist schön zu sehen, wie hier so viele verschiedene Akteure gemeinsam an einem Strang ziehen.“

Der Name „Integrierte Station“ ist Programm, denn sie integriert mehrere Institutionen unter einem Dach: das Land Schleswig-Holstein, vertreten durch das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) und die Nationalparkverwaltung Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer im LKN.SH, den Zweckverband Beltringharder Koog, der nach der Fertigstellung als Vermieter fungieren wird sowie die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Beltringharder Koog (Schutzstation Wattenmeer, WWF, NABU, BUND).

„Wir freuen uns auf die neue Perle in der Kette von Informationseinrichtungen an der Westküste Schleswig-Holsteins“, erklärte Edgar Techow, Vorsitzender des Zweckverbands Beltringharder Koog, im Namen aller Partner der Integrierten Station und dankte stellvertretend Minister Albrecht für die Unterstützung durch das Land und die Nationalparkverwaltung sowie für die Kofinanzierung aus Sondermitteln der Nationalparkstiftung.

Die Integrierte Station Westküste im Beltringharder Koog wird die sechste ihrer Art im Lande sein; weitere gibt es für die Gebiete Eider-Treene-Sorge, Geltinger Birk, Holsteinische Schweiz, Unterelbe und Lauenburgische Landschaften. Sie alle sind Außenstellen des LLUR, das hier gemeinsam mit Organisationen aus der jeweiligen Region an der Weiterentwicklung der als bedeutsam angesehenen Naturräume arbeitet. „Sechs Integrierte Stationen, das sind sechs Richtige für den Naturschutz in Schleswig-Holstein - ein voller Gewinn für die Regionen“, so Minister Albrecht.

Foto: Alina.Claussen/lkn.landsh.de

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