Bauausschuss: Zeichen setzen für den Radwegeausbau

Achse „Innenstadt – Osterende – Flensburger Chaussee/Schleswiger Chaussee“ im Visier

Seit dem 28. April gilt die neue Straßenverkehrsordnung und damit auch die Pflicht, 1,5 Meter Abstand zu Fahrradfahrern zu halten – und nicht nur im Osterende heißt das für die Autofahrer in der Regel: hinter dem Fahrradfahrer bleiben. Foto: Klein

Das neue Verkehrszeichen „Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen für mehrspurige Kraftfahrzeuge und Krafträder mit Beiwagen“. © Bundesanstalt für Straßenwesen

Husum (hk) – Allein 200.000 Euro jährlich – diesbezüglich sind sich die Politiker jeglicher Couleur einig – wollen sie künftig für die Radwege-Infrastruktur aufwenden. Und die Mitglieder des Bauausschusses Husum folgten nun einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung, dass in den nächsten Jahren vorrangig die Achse „Innenstadt – Osterende – Flensburger Chaussee/Schleswiger Chaussee“ ins Visier genommen wird.
Konkret bedeutet das für 2020, möglichst den Lämmerfennenweg zwischen Plan und Osterhusumer Straße auszubauen. Restmittel sollen gegebenenfalls in einen Radweg am Mia-Ketelsen-Weg im Bereich der Iven-Agßen-Schule fließen. Mit Hilfe des Know-hows von Rad.SH und anderen soll zudem versucht werden, Fördermittel zu akquirieren.
Der Grüne Frank Hofeditz sah die Lämmerfenne zwar eher als „Nebenweg“ und die Süderstraße als Hauptachse zwischen dem Osten der Stadt und ihrem Zentrum, in jedem Falle müsse aber zum Schutz der Bäume bei einer eventuellen Befestigung des Weges auf die Wasserdurchlässigkeit geachtet werden.
Angesichts des Haushaltslochs von 10 Millionen Euro auf der einen Seite und der Fülle an Hoch- und Tiefbau-Vorhaben schlug Birgitt Encke (CDU) vor, doch erst einmal alles andere abzuschließen, um auf jeden Fall die Einhaltung der 60 Prozent Umsetzungsquote zu gewährleisten. Dem widersprach allerdings Peter Empen (SPD). „Diese Maßnahme beinhaltet auch eine Wertung, wir setzen hier ein Zeichen, dass uns die Radfahrer wichtig sind. Denn in Zukunft werden immer mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen. Das heißt, wir setzen hier etwas in Gang, dessen Ende nicht absehbar ist.“
Bernd Hansen (WGH) lag noch etwas anderes auf der Seele: die Novelle der Straßenverkehrsordnung, nach der innerörtlich beim Überholen 1,5 Meter Abstand zu Radfahrern, Fußgängern und Elektro-Tret­rollern gehalten werden muss. Ob das nun wegen der Breite der Husumer Straßen bedeute, dass man hinter den Fahrradfahrern bleiben müsse? Diese Frage beantwortete Ordnungsamtsleiter Malte Hansen mit einem eindeutigen Ja, zeigte sich aber für die dann geäußerte Anregung, doch das neue Verkehrszeichen „Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen“ einzusetzen, offen.

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