Gemeinsam etwas erleben: Husumer Filmtage

Volle Leinwand vom 24. bis 30. September 2020

Hans-Peter Schweger, Eszter Lovas und Stephan Hartung haben für Sicherheit gesorgt und freuen sich nun auf tolle Filmtage in Husum. Foto: Eggers

Husum (ge) – „Man braucht keine Angst davor haben, die Husumer Filmtage zu besuchen“, machte Hans-Peter Schweger (Direktor der Volkshochschule Husum, Kuratorium Husumer Filmtage) deutlich. Auf der gemeinsam mit Eszter Lovas (ebenfalls Mitglied des Kuratoriums) und Stephan Hartung (Inhaber Kino-Center Husum) durchgeführten Pressekonferenz über die 35. Husumer Filmtage wurde das gut durchdachte Hygienekonzept vorgestellt, mit dem das Risiko der Übertragung von Viren minimiert wird. Abstände von mehr als 1,50 Meter in den Vorführungs-Sälen und eine leistungsstarke Lüftungsanlage, die aus den Zeiten stammt, als im Kino noch geraucht worden ist, machen auch in „Pandemie-Zeiten“ das Kino-Center Husum zu einem sicheren Ort. „Kino ist eine der wenigen kulturellen Veranstaltungen, die derzeit möglich sind. Und es ist wichtig, dass Menschen gemeinsam etwas erleben können“, betonte Schweger.

„Falsch verstanden – halbe Wahrheiten“ lautet das Schwerpunktthema der 35. Husumer Filmtage, die vom 24. bis 30. September im Kino-Center Husum stattfinden werden. Schweger erläutert: „Vieles, was in Medien berichtet wird, ist zu hinterfragen.“ Insbesondere im Umgang mit sozialen Medien im Internet solle man sich immer wieder die Frage stellen: „Stimmt das überhaupt?“. Zu dieser Thematik wird am 26.9. der Film „The Circle“ gezeigt, eine Science-Fiction-Dystopie, die beschreibt, wie eine IT-Firma die ganze gesellschaftliche Macht an sich reißt.

Auch US-Präsident Donald Trump bekommt sein Fett weg: In der am 27.9. gezeigten Polit-Doku „Fahrenheit 11/9“ verfolgt Michael Moore auf die von ihm gewohnte polemische Weise Trumps Weg zur Präsidentschaft. Doch es sei nicht nur der US-amerikanische Präsident, der lügt, sagt Schweger: „Vieles ist zu hinterfragen.“

Entsprechend vielschichtig ist auch das Angebot an gezeigten Filmen: Der argentinische Psychothriller „Die Methode“ (25.9.) ist eine Parabel auf eine pervertierte Moral bei Bewerbungsverfahren. Der kubanische Film „Conducta“ (28.9.) handelt von der Lehrerin Carmela in ihrem Kampf gegen eine absurde Schulpolitik. In „Trust – Die Spur führt ins Netz“ (29.8.) geht es um die 14-jährige Annie, die online in die Fänge eines manipulativen Pädophilen gerät.

Neben der Schwerpunkt-Reihe werden auch wieder regionale Werke gezeigt. „Wir zeigen fast ausschließlich neue Filme“, sagt Hans-Peter Schweger. Eine Ausnahme ist ein Vertreter des „Neuen deutschen Films“ aus dem Jahr 1979: Im Science-Fiction-Film „Die Hamburger Krankheit“ (30.9. im Kino) bricht eine Seuche in Hamburg aus und sorgt für Unsicherheit, Angst und Panik. Laut Programmheft: „Ein grelles Szenario, in dem die bürgerliche Ordnung zur Anarchie zerbröselt“.
Regisseur Peter Fleischmann wird als Gast vor Ort sein.

Hinzu kommen neuere Filme aus der Rubrik „Schleswig-Holstein im Film“, unter anderem „Die Heimreise“, „Hinterm Deich wird alles gut“, „Das unsichtbare Band“, „Born for Korn“, „Mythos im Meer – Die privaten Sylter Filmschätze“ und „Norddeutschland bei Nacht“.

Ein weiterer Schwerpunkt der 35. Husumer Filmtage ist das Thema „Minderheiten“. Diese Thematik durchzieht das Werk des aus Lübeck stammenden Schauspielers Jonas Nay (29), der als Hoffnungsträger des deutschen Films gilt. Er wird im Rahmen einer Werkschau (drei Filme am 24. und 25. September) im Husumer Kino-Center zu Gast sein und anlässlich eines Projekts zum Thema „Minderheiten“ von Schülern der Theodor-Storm-Schule interviewt werden.

Des Weiteren werden als Gäste erwartet: Produzent Tim Boehme, Regisseurin Martina Fluck, die Drehbuchautoren Gabriele Kob und Hanno Hart, „Born for Korn“-Protagonist Arne Sierck, Regisseur und Autor Dr. Wilfried Hauke sowie weitere Filmschaffende.

Das gesamte Programm findet man unter www.husumer-filmtage.de und im Programmheft, das im Kino-Center, der VHS und an vielen weiteren Orten ausliegt. Es wird empfohlen, die Karten online über www.kino-center-husum.de zu kaufen. Telefonisch ist das Kino Center Husum unter 04841-2569 erreichbar.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Dann geben Sie uns gerne ein "Daumenhoch" oder folgen Sie uns auf Facebook, um keinen Beitrag aus Ihrer Region zu verpassen.

  • Bauen Wohnen-KTV

    Bauen Wohnen-KTV 2020 39

  • Traumhochzeit

    Traumhochzeit 2020 37

  • Berufswahl Extra

    Berufswahl Extra 2020 33

  • MoinMoin Urlauber

    MoinMoin Urlauber 2020 26

  • Trauerbegleiter

    Trauerbegleiter 2019 45

  • Wirtschaft_Palette

    Wirtschaft_Palette 2019 43

  • Erfolgreiche Unternehmen

    Erfolgreiche Unternehmen 2019 22

  • 30 Jahre MM Schleswig

    30 Jahre MM Schleswig 2018 39

Haushaltskalender 2020

#------------------------------------------------------------------------------------------ # Plugilo #------------------------------------------------------------------------------------------