Klinik Husum: Jetzt auch Behandlung von Covid-19 Patienten

Corona infizierte Patienten auf Isolierstation in Husum

Ein Teil der Station 2 ist seit vielen Monaten als Isolierstation der Klinik Husum ausgewiesen. Aktuell liegen dort sieben mit Covid-19 infizierte Patienten. Foto: Klinikum Nordfriesland

Husum/NF (pa) - Mit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 hatte das Land Schleswig-Holstein in der Krankenhausstruktur des Bundeslandes sogenannte „Covid-19-Cluster“ gebildet. Es wurden Krankenhäuser, die dafür zum Beispiel baulich besonders geeignet waren, zu „Covid-19-Kliniken“ bestimmt. Andere Kliniken sollten solange wie möglich Corona-frei bleiben und – wenn erforderlich – nicht-infizierte Patienten dieser „Cluster-Krankenhäuser“ übernehmen und weiterbehandeln.

Bezogen auf Nordfriesland sollten Krankenhäuser in Heide, Itzehoe und Flensburg Corona-Patienten behandeln. Die Kliniken in Husum, Niebüll und Wyk auf Föhr sollten Covid-19-frei bleiben. Diese Struktur hat sich in den letzten Monaten sehr bewährt, so dass in den nordfriesischen Krankenhäusern Covid-19-positive Patienten nach der Testung nur für wenige Stunden verblieben und dann verlegt wurden.

Seit einigen Wochen liegen die Inzidenzwerte in den Nachbarkreisen deutlich höher als in Nordfriesland. Inzwischen müssen in den dortigen Kliniken mehr Covid-19 Patienten behandelt werden, so dass aktuell erstmalig die Situation eingetreten ist, dass die Klinik Husum neben Covid-freien Patienten auch einige nordfriesische Covid-19 Patienten behandelt, da nicht alle Erkrankten in Cluster-Häuser verlegt werden konnten.

In der Klinik Husum liegen daher derzeit sieben mit Corona infizierte Patienten auf einer – schon seit langem bestehenden und entsprechend eingerichteten – Isolierstation und werden abgetrennt vom übrigen Klinikbereich medizinisch und pflegerisch versorgt. Auf dieser Isolierstation ist ein Team tätig, das ausschließlich die Covid-Patienten betreut und nicht in den anderen Klinikbereichen eingesetzt wird. Ein weiterer Patient wird auf der Intensivstation beatmet.

„Auf eine solche Situation sind wir seit langem vorbereitet. Während der gesamten Pandemie-Zeit hatten und haben unserer Kliniken Isolierabteilungen. Sie sind mit allem Erforderlichen ausgestattet – besonders mit der notwendigen persönlichen Schutzausrüstung für unserer Mitarbeiter“, erläutert Stephan W. Unger, Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland.

„Die Zusammenarbeit im Cluster klappt reibungslos – die Kliniken arbeiten sehr eng zusammen. Daher war es für uns selbstverständlich, die Versorgung von Covid-19 aufzunehmen, um die Cluster-Krankenhäuser zu entlasten“, berichtet der Geschäftsführer.

Auch in der Mitarbeiterschaft sind nach den Festtagen Covid-19 Fälle erkannt worden. Diese positiv-getesteten Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne. Der Betrieb der Kliniken des Klinikums Nordfriesland läuft derzeit mit geringen Einschränkungen weiter. Die Krankenhäuser sind durchgängig bereit, Notfälle zu versorgen.

Nach Auskunft des Klinikums kann es in der nächsten Woche zu vereinzelten Absagen von geplanten Behandlungen kommen. Dafür bittet es um Verständnis.

Die Kliniken in Niebüll und Wyk auf Föhr sind weiterhin nicht für die Versorgung von Covid-19 Patienten vorgesehen. Sollten dort Covid-positive Patienten erkannt werden, werden diese je nach Situation nach Flensburg, Heide oder nach Husum verlegt.

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