Mit 16 Jahren sein eigener Boss

16-Jähriger Husumer gründet sein eigenes Unternehmen

Mit 16 Jahren startet Skade Niquet als Unternehmer eines Social-Media-Marketing-Unternehmens durch. Foto: Klein

Husum/Schobüll (hk) – Morgens die Schulbank drücken, nachmittags im elterlichen Heim als Jungunternehmer durchstarten: Für den heute 16-jährigen Skade Niquet ist dieses Leben nicht ganz neu. Während seine Altersgenossen Sport trieben, Musik machten oder am Computer entspannten, stieg der Schobüller schon vor zwei Jahren in ein von einem 16-jährigen Würzburger gegründetes digitales Medienunternehmen ein. Bereits nach ein paar Monaten übernahm er eine eigene Abteilung. „Damals ging es darum, private YouTuber komplett zu managen, ihnen mit Strategien zu helfen, ihre Reichweite zu vergrößern und Sponsoring zu vermitteln.“
Im Oktober 2019 (das Würzburger Unternehmen wurde an einen großen europäischen Medienkonzern verkauft) beendete der Elftklässler  Hermann-Tast-Schule dieses Engagement – doch die Idee „Warum mache ich nicht eigentlich was Eigenes?“ blieb. Angespornt von erfolgreichen Beispielen anderer „Minderjähriger“ „habe ich dann angefangen, einen Antrag für das Familiengericht zu schreiben.“ Beifügen musste er diesem auch die Zustimmung der Erziehungsberechtigten und seinen Businessplan. Doch erst nachdem er schließlich auch noch bei einer persönlichen Anhörung die Juristen davon überzeugt hatte, reif genug zu sein und die Risiken einschätzen zu können, erhielt er nach einem Monat die erforderlichen amtlichen Stempel, um bei der Stadt Husum am 13. Juli 2020 sein Gewerbe anmelden zu können.
Parallel zu den Formalitäten bereitete er im Hintergrund die Strukturen für seine Geschäftsidee – die Social-Media-Marketing-Agentur NIQ MEDIA – vor. Aufbauend auf seinen Erfahrungen richte er sich jetzt allerdings an Unternehmen; denn Werbung auf den sozialen Plattformen gehöre in der heutigen zu den Möglichkeiten unserer Zeit. „Sofern es sie noch nicht gibt, erstelle ich deren Präsens in den sozialen Netzwerken oder ich optimiere sie.“
Viele der ansässigen Unternehmen hätten zwar erkannt, dass Facebook, Instagram und YouTube für ihre Zukunft wichtig seien. „Aber ich wende auf den Plattformen aktiv Strategien an, um für sie Kundenbindung zu erreichen oder neue Kunden zu gewinnen. Allein die Reichweite zu erhöhen, bringt ja nichts, wenn die Impressionen nicht die exakte Zielgruppe ansprechen.“
Stories erzählen, Nähe schaffen, Sympathie erzeugen – der Jungunternehmer spricht schon fast wie ein alter Hase. Dabei steht ihm das Abitur ja erst noch bevor. Und was kommt danach? „Das kann ich noch gar nicht so genau sagen“, aber sein eigener Chef zu sein, das hat für den in der Husumer Jugendfeuerwehr Aktiven durchaus nachhaltig einen gewissen Reiz.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Dann geben Sie uns gerne ein "Daumenhoch" oder folgen Sie uns auf Facebook, um keinen Beitrag aus Ihrer Region zu verpassen.

  • Weihnachtszauber

    Weihnachtszauber 2020 47

  • Trauerbegleiter

    Trauerbegleiter 2020 43

  • Bauen Wohnen-KTV

    Bauen Wohnen-KTV 2020 39

  • Traumhochzeit

    Traumhochzeit 2020 37

  • Berufswahl Extra

    Berufswahl Extra 2020 33

  • MoinMoin Urlauber

    MoinMoin Urlauber 2020 26

  • Wirtschaft_Palette

    Wirtschaft_Palette 2019 43

  • Erfolgreiche Unternehmen

    Erfolgreiche Unternehmen 2019 22

  • 30 Jahre MM Schleswig

    30 Jahre MM Schleswig 2018 39

Haushaltskalender 2021