Neuer Rekord im Husumer Tourismus

Stadtgebiet Husum: Erstmals mehr als 200.000 Übernachtungen

Husum ist beliebt bei den Urlaubern. Foto: Archiv Laß

Husum/NF (pa) - Erstmals werden für das Stadtgebiet Husum im Tourismusjahr 2019 mehr als 200.000 Übernachtungen amtlich registriert. Deutliche Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr.
Die amtliche Jahresendstatistik 2019 liegt noch nicht vor, aber bereits mit Stand Ende November 2019 - so meldete das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein (kurz Statistikamt Nord) am 21.01.2020 -  wurde für das Stadtgebiet Husum ein neuer Rekord erreicht: Zum ersten Mal wurde die Marke von 200.000 Übernachtungen pro Jahr bei den rund 20 Husumer Betrieben ≥ 10 Betten, also hauptsächlich Hotellerie, überschritten.

Jutta Albert, Geschäftsführerin der Tourismus und Stadtmarketing Husum GmbH (TSMH), freut sich über die Zahlen der amtlichen Statistik, die einmal mehr deutlich zeigen: „Husum ist und bleibt bei Gästen als Urlaubsort sehr beliebt und hat weiteres Entwicklungspotenzial.“ Dies belegen die Ergebnisse der amtlichen Statistik. Für die Monate Januar bis November 2019 werden für das Stadtgebiet Husum außerdem für die größeren Betriebe (≥ 10 Betten, in Husum hauptsächlich Hotellerie) bei den Übernachtungen ein Plus von 7,4 % (Ankünfte + 5,8 %) im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.

Beide Ergebnisse liegen sowohl über den durchschnittlichen Ergebnissen im Kreisgebiet Nordfriesland als auch über dem Landesdurchschnitt. Zum Vergleich: In Nordfriesland liegt das Plus bei 4,2 % bei den Übernachtungen und bei 3,9 % bei den Ankünften. Im gesamten Schleswig-Holstein liegt das Plus bei den Übernachtungen bei 4,7 %, das Plus bei den Ankünften bei 4,2 %.

„Betrachtet man längere Zeiträume, so ist festzustellen, dass in Husum rund 20 % mehr Übernachtungen in den Betrieben ≥ 10 Betten zu verzeichnen sind als noch vor fünf Jahren“, erläutert Albert und ergänzt: „Hierbei sind die Übernachtungen auf Camping- und Wohnmobilplätzen noch nicht berücksichtigt, da die Zahlen noch nicht vorliegen. Auch die Übernachtungen in den Betrieben < 10 Betten, die von der amtlichen Statistik nicht erfasst werden, jedoch die Mehrzahl der Übernachtungsbetriebe in Husum ausmachen, sind hier nicht berücksichtigt“.

Mit fast 80.000 Ankünften in den Betrieben ≥ 10 Betten, die 2019 bis November in Husum registriert wurden, belegt die Nordsee-Stadt bei der Zahl der Ankünfte auf dem Festland an der Westküste unangefochten Platz drei - nach den Nordseebädern St. Peter-Ording und Büsum. Betrachtet man zusätzlich die Inselgemeinden, erreicht Husum Platz sechs. „Wie für städtische Destinationen typisch, ist in Husum aktuell die Aufenthaltsdauer naturgemäß niedriger als in den klassischen Badeorten, wie z. B. in Büsum oder in den Badeorten auf den Inseln“, erläutert Albert. „Trotzdem haben wir es in unserer schönen Hafenstadt gemeinsam geschafft, dem allgemeinen Trend zu immer kürzeren Urlaubsaufenthalten entgegen zu wirken.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt im Stadtgebiet aktuell bei 2,5 Tagen und damit auf dem gleichen Niveau wie z. B. in Lübeck. Das ist gut, aber es ist weiter ‚Luft nach oben‘. Wir müssen in Husum bezüglich der Aufenthaltsqualität weiter ‚am Ball‘ bleiben bzw. noch besser werden, wenn wir in Husum die ökonomische Wertschöpfung aus dem Übernachtungstourismus erhöhen wollen“, betont die Tourismuschefin. „Bei den Übernachtungszahlen liegt Husum – nach Stand November 2019 – auf Platz zehn der Gemeinden an der Westküste (inklusive Inseln). Das ist solide, zeigt aber auch, wie hart der Kampf um den Gast ist. Denn: Die Badeorte haben teilweise weniger Gästeankünfte als Husum zu verzeichnen, die Gäste bleiben dort aber länger vor Ort. In den Badeorten halten sich die Gäste gemäß  amtlicher Statistik im Jahresdurchschnitt 5 bis 6 Tage auf.“

Betrachtet man den Städtetourismus so steht Husum im Vergleich mit Städten gleicher Größenordnung (bezüglich der Bevölkerungszahl) im nördlichen Schleswig-Holstein sehr gut dar, aber auch hier gilt, so Albert: “Andere Städte sehen auch den Tourismus als Chance und bemühen sich mit neuer Infrastruktur und teilweise auch neuen Hotel- oder Campingprojekten um die Gäste. Der Wettbewerb der Tourismusorte bleibt hart und in Husum und auf dem ganzen Festland sind die Urlaubsgäste wichtig, wenn wir auch die Lebensqualität für die Einwohner/-innen erhalten wollen. Die zusätzliche Kaufkraft der Gäste in der Gastronomie, im Einzelhandel, aber auch in Freizeit- oder Kultur-einrichtungen ist unverzichtbar. Die regionalwirtschaftlichen Effekte des Tourismus in der Husumer Bucht sind für die Region von großer ökonomischer Bedeutung. Die Schätzungen für den direkten und indirekten Bruttoumsatz im Übernachtungs- und Tagestourismus liegen für die Urlaubsregion Husumer Bucht (Husum plus elf Umlandkommunen) laut einer Studie des N.I.T., Kiel, zur regionalwirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus bei mehr als 200 Mio. € pro Jahr, die Beschäftigungswirkung bei rund 3.500 Arbeitsplätzen.“


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