Neues Geld für die Entwicklung des ländlichen Raumes

AktivRegion Nordfriesland Nord beschließt die Förderung von sieben neuen Projekten

Foto: AktivRegion Nordfriesland Nord

Niebüll/ Bredstedt (mm) - Auf seiner jüngsten Sitzung am 26.Februar 2019 im Amt Mittleres Nordfriesland in Bredstedt beschloss der Vorstand der AktivRegion Nordfriesland Nord die Förderung von sieben Projekten mit insgesamt rund 350.000 Euro.

Die AktivRegion Nordfriesland Nord koordiniert ein Projekt des Kirchenkreises Nordfriesland, bei dem auch die AktivRegionen Uthlande, Südliches Nordfriesland und Eider-Treene-Sorge beteiligt sind. Der Kirchenkreis ist im Gebiet Nordfrieslands für ca. 365 Liegenschaften verantwortlich: Von mehreren hundert Jahre alten Kirchen, über Gemeindehäuser und Pastorate bis hin zu Gebäuden der unterschiedenen kirchlichen Werke und Dienste. Im Rahmen des Projektes sollen im Laufe der nächsten drei Jahre an 4 Modellstandorten – einer je beteiligter AktivRegion – verschiedene Klimaschutzmaßnahmen durchgeführt werden. Ziel ist die Schaffung von Modellprojekten, die auf Liegenschaften anderer Kirchengemeinden übertragbar sind. Hierfür wird die Personalstelle eines Klimaschutzmanagers beim Kirchenkreis Nordfriesland geschaffen. Neben der Umsetzung kleinerer, investiver Maßnahmen geht es auch um Schulungsangebote und eine weitere Sensibilisierung und Akzeptanzsteigerung für die Aspekte von Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Daneben werden auch Themenfelder wie erneuerbare Mobilität, nachhaltige Beschaffung, Nutzungskonzepte kirchlicher Liegenschaften, etc. überprüft. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 260.000 €. Der Kirchenkreis erhält eine Förderung von 200.000 €, aufgeteilt auf die AktivRegionen (Nordfriesland Nord 77.500 €, Südliches Nordfriesland 77.500 €, Uthlande 31.500 € und Eider-Treene-Sorge 13.500 €).

In der Gemeinde Leck wird ein rund 6,5 km langer Rundwanderweg um die Gemeinde herum angelegt. Dabei sollen bestehende Grünflächen miteinander verbunden, Teile des Weges barrierefrei ausgebaut und an bestehende Wege angebunden werden. Dreisprachige (deutsch, englisch, dänisch) Infotafeln vermitteln Wissenswertes zu Sehenswürdigkeiten, besonderen Naturräumen sowie zur Dorf- und Landesgeschichte. Der Weg bietet vielfältigen Nutzergruppen Möglichkeiten an: Jogger und Nordic Walker nutzen ihn sportlich, Touristen können sich über die Gemeinde Leck bilden und Einheimischen wird eine attraktive Freizeitnutzung (Spazierengehen) geboten. Ruhebänke laden zum Verweilen ein und der Weg wird barrierefrei ausgebaut. Er vernetzt Teile der Gemeinde und überörtliche Wege miteinander. Die Gesamtkosten liegen bei rund 250.000 € und die Gemeinde Leck erhält für die Umsetzung des Weges Fördermittel in Höhe von 50.000 €.

Unter Trägerschaft des Christian Jensen Kollegs soll in Breklum eine bestehende Freifläche zum 3.000m² großen Schöpfungsgarten umgestaltet und damit in einen Lehr- und Nutzgarten umgewandelt werden. Somit soll eine Fläche geschaffen werden, die durch die Einbindung in Fortbildungsveranstaltungen und durch Infotafeln Wissen über nachhaltigen Gartenbau, zu Naturkreisläufen, regionalen Gartenprodukten, Artenschutz, etc. vermitteln soll. Durch Elemente wie Streuobstwiesen, Bienenkästen, Lehmofen, Schmetterlingssträucher, begehbare Duft- und Kräuterspiralen, essbare Beerensträucher, Hochbeete mit Nutzpflanzen, Barfuß- bzw. Tastpfad, Solarpanel, Dachbegrünung und Wasserkreislauf soll ein Bildungsangebot für unterschiedliche Anspruchsgruppen (Kinder, Jugendliche, Touristen) geschaffen werden, welches in die touristische Bildungsarbeit des Christian Jensen Kollegs eingegliedert wird. In den Projektkosten von ca. 175.000 € sind auch Personalkosten enthalten, denn im Rahmen des Projektes werden zwei Arbeitsplätze entstehen. Die AktivRegion beteiligt sich an dem Projekt mit 130.000 €.

Gleich zwei Reitvereine hatten auf der Sitzung Förderanträge zur Neuanlage von Reitplätzen eingereicht: Der Reit- und Fahrverein Wilhelminenhof Ladelund beantragte neben der Förderung eines witterungsunabhängigen Ebbe-Flut-Reitplatzes auch die Errichtung einer LED-Beleuchtung, um den Reitplatz auch in den Abendstunden und Wintermonaten nutzen zu können. Die bereits vorhandenen Außenplätze auf dem Gelände des Vereins sind veraltet, nur witterungsabhängig bereitbar und entsprechen nicht mehr den modernen Reitansprüchen. Durch die Errichtung des neuen Reitplatzes lösen sich Platzprobleme, da dieser zu jeder Zeit genutzt werden kann. Langfristig soll durch die Ausführung von Veranstaltungen, die Jugendarbeit des Vereines gesichert werden, der Platz auch anderen Vereinen zur Ausführung gemeinschaftlicher Aktivitäten zur Verfügung gestellt sowie die ehrenamtlichen Tätigkeiten auf Grund der neuen Lage des Reitplatzes auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereines erleichtert werden. Auch der Reitverein Niebüll richtet kleine und große Veranstaltungen aus und engagiert sich in der Jugendarbeit. Mit den beantragten Fördermitteln soll der Kauf eines Grundstückes und ebenfalls der Bau eines Trainings- und Veranstaltungsplatzes mit Ebbe-Flut-System unterstützt werden. Der Reitverein Niebüll ist der einzige verbleibende Reitverein in Nordfriesland und in Schleswig-Holstein, der auf Grund seiner Erfahrung in der Organisation und Umsetzung von größeren Veranstaltungen und drei miteinander verbundenen Reithallen die Kreismeisterschaften ausführen kann. Durch den Bau des neuen Allwetterreitplatzes soll die Ausrichtung der Kreismeisterschaften und anderer Veranstaltungen, das Angebot für Reit- und Pferdeinteressierte, die Nutzung des Reitplatzes für Vereine aus der Region und das (u.a. schulische) Angebot für Kinder und Jugendliche langfristig gesichert werden. Die AktivRegion unterstützt beide Vereine jeweils mit 50.000 €.

Ortskernentwicklungskonzepte werden im Zuge breiter, partizipativer Beteiligungen erarbeitet. Im Rahmen des Entwicklungsprozesses stehen insbesondere die Themenbereiche Wohnen und Siedlungsentwicklung, soziale Infrastruktur, Dorfgemeinschaft, Mobilität, Erneuerbare Energien sowie die Entwicklung des Ortszentrums und des Ortsbildes im Fokus der Bearbeitung. Ziel ist dabei die Gemeinden oder Ortsteile einer Gemeinde auch in Zukunft attraktiv und lebenswert zu erhalten. Die vorhandenen Siedlungs- und Infrastrukturen der Gemeinden sollen, die Herausforderungen von Demografie und Klimawandel berücksichtigend, angepasst weiterentwickelt werden und dabei das Zusammenleben in den Gemeinden und/oder Ortsteilen stärken. Auf der letzten Sitzung wurde die Förderung des gemeinsamen Konzeptes der Gemeinden Neukirchen & Aventoft und das der Gemeinde Langehorn beschlossen.

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