RAD.SH: „Bitte Abstand halten!“

Bürgervorsteher und Bürgermeister unterstützen die Kampagne

Bürgervorsteher Martin Kindl (li.) und Bürgermeister Uwe Schmitz unterstützen die Kampagne „Abstand halten“ von RAD.SH sehr gerne. Foto: (c) Stadt Husum

Husum (pa) - Im April 2020 trat die Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft. Unter anderem muss man nun beim Überholen genug Abstand zu den anderen Verkehrsteilnehmenden einhalten. Für Autofahrende bedeutet das: Wer Zu-Fuß-Gehende, Rad-Fahrende und Elektrokleinstfahrzeug-Führende überholt, muss innerorts auf einen Abstand von mindestens 1,5 Meter und außerorts mindestens zwei Meter einhalten. Beim Verstoß wird ein Bußgeld fällig.

RAD.SH, ein Netzwerk von Kommunen aus Schleswig-Holstein, hat die Aktion „Abstand halten“ initiiert, um den Fuß- und Radverkehr zu fördern. „Die allermeisten Autofahrerinnen und Autofahrer passen auf, doch leider gibt es eine Minderheit darunter, die sich nicht bewusst ist, das zu dichtes Überholen ein Risiko darstellt“, so Dr. Olaf Tauras, Vorsitzender von RAD.SH und Oberbürgermeister von Neumünster in einer Pressemitteilung.

Husum Bürgervorsteher Martin Kindl und Bürgermeister Uwe Schmitz unterstützen die Aktion. „Wir haben eine schöne Stadt mit gewachsener Struktur, in der es sich gut mit dem Fahrrad unterwegs sein lässt“, so der Bürgervorsteher. Beim Ausbau des Radwegenetzes sei zwar Bedarf, aber in einigen Bereichen, wie beispielsweise dem Osterende, werde derzeit fleißig etwas für Fahrradfahrende getan. Zur Kampagne von RAD.SH „Abstand halten“ sagte er: „Es ist wie so oft im Leben: Grundsätzlich sollten Stärkere auf Schwächere Rücksicht nehmen.“

Dass die StVO nun für genügend Abstand zwischen Verkehrsteilnehmenden sorgt, ist aus Sicht vom Bürgermeister „längst überfällig gewesen“. „Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger, die kein Blechkleid um sich herum tragen, müssen gesondert geschützt werden.“

Laut RAD.SH seien 2019 in Schleswig-Holstein annähernd 4300 Menschen mit dem Fahrrad verunglückt. Der Großteil davon verletzte sich dabei leicht, etwa 550 von ihnen schwer und 14 davon tödlich.
Radfahren sei nicht gefährlicher als andere Aktivitäten. 2018 verunglückten 445 Personen bundesweit mit dem Fahrrad tödlich. Im gleichen Jahr seien 504 Menschen bei Badeunfällen ertrunken und alljährlich würden über 10000 Menschen durch Unfälle im Haushalt sterben.

Weitere Informationen zu RAD.SH unter www.rad.sh.

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