Rettungswache, Feuerwehr und Kindergarten

Langenhorn wächst

Langenhorns Bürgermeister Olde Oldsen erklärt die Planung für den Erweiterungsbau des Kindergartens. Fotos: Barkmann

Auf dem Grundstück an der B 5 soll der Standort für Rettungswache, Feuerwehr und Elektrolyseur entstehen.

Langenhorn (hb) – Der Neubau des Kindergartens und erste Planungen für den Bau einer Rettungswache, eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Mönkebüll und einer Produktionsstätte von Wasserstoff – in Langenhorn ist die Zukunft in Planung.

Von vielen gar nicht bemerkt, da abseits der Durchgangsstraßen gelegen, wurde vor einiger Zeit bereits mit dem Neubau des Kindergartens begonnen. Der dient als Ersatz für die Kita Nordsterne mit einer Erweiterung um circa 20 Plätze. Hierbei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Ockholm, Bargum, Lütjenholm und Langenhorn.

Gerade wurde die Sohle durch die Firma Paulsen Bau aus Ockholm geschüttet, die nachher auch die Maurerarbeiten durchführt. Jetzt herrscht erst einmal ein paar Tage Ruhe, damit sie trocknen kann. „Es ist ja immer ein Kreislauf“, erklärt Bürgermeister Olde Oldsen, „die Gemeinde wächst, die Wirtschaftskraft wird größer und auch die Einwohnerzahl steigt. Junge Familien ziehen nach Langenhorn, was uns natürlich sehr freut. Junge Familien haben Kinder und so müssen wir natürlich auch mehr Kindergartenplätze anbieten, das ist existenziell für die Gemeinde.“

Platz für rund 100 Kinder wird hier zusätzlich geschaffen, die, aufgeteilt in vier Kita-Gruppen und zwei altersgemischten Gruppen hier im Neubau Platz finden. Neben den Langenhorner Kindern werden im Kindergarten auch die Kinder aus den Gemeinden Ockholm, Bargum und Lütjenholm betreut. Circa 4 Millionen Euro Baukosten sind dafür geplant. Das Architekturbüro Jappsen, Todt und Bahnsen aus Husum plant den Neubau, der direkt neben dem Kindergarten „Tausendfüssler“ gegenüber der Turnhalle entsteht. „Es wird sogar eine extra Busspur für die ‚Anlieferung‘ und Abholung der Kleinen gebaut“, ergänzt der Bürgermeister, und hofft, dass zur Fertigstellung im Herbst 2021 unbeschwert Einzug gefeiert werden kann.

Ganz besonders freut ihn, dass unter der Leitung von Carsten-Peter Siewertsen (Salicea) in Gemeinschaftsarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Eltern ein naturnaher Spielplatz entwickelt wird. Angrenzend entsteht mit viel Eigenleistung ein insektenfreundlicher Garten. „Es wird ein kleines Paradies“.  

Rettungswache, Feuerwehr und Elektrolyseur

Das sind die anderen Projekte, die im Moment in Planung sind. Auf einem 5.000 Qua­dratmeter großen Grundstück, direkt an der B5 neben dem Autohaus gelegen, möchte die Gemeinde Langenhorn den Neubau einer Rettungswache, eines neuen Feuerwehrgerätehauses und einer Produktionsstätte von Wasserstoff (Elektrolyseur) ermöglichen. Nach öffentlicher und ausführlicher Diskussion in Bau- und Umweltausschuss wurde der Vorschlag einstimmig verabschiedet. Nun wird für das Gebiet östlich der Bundesstraße 5 und südlich des Autohauses Hunecke der Bebauungsplan Nr. 25 mit folgenden Planungszielen aufgestellt: Ausweisung von Flächen für Rettungswache und Feuerwehrgerätehaus sowie für ein Sondergebiet „Elektrolyse Wasserstoffproduktion“. Ergänzend folgt die 25. Änderung des Flächennutzungsplanes.

Dipl.-Ing Hansjörg Brunk vom Planungsbüro „effplan“ erklärte zu den Planungen, dass nach einem neuen Konzept kreisweit Rettungswachen an strategisch wichtigen Plätzen entlang der Bundesstraße 5 entstehen sollen. Für die Feuerwehr Mönkebüll ist der jetzige Standort aufgrund erhöhter Anforderungen mittlerweile zu klein. Da wäre ein neuer an der B5 besser. Diese beiden Bauvorhaben könnten gut an einem gemeinsamen Standort realisiert werden. Und dann gibt es noch eine Anfrage der Firma GP Joule bzw. E-Farming, in Langenhorn einen Elektrolyse-Standort zu ermöglichen. Hier soll, wie schon in Bosbüll, ein Elektrolyseur, der den produzierten Windstrom in Wasserstoff veredelt, errichtet werden. Zusammen mit anderen lokalen Partnern wollen die Unternehmen in Nordfriesland so eine Wasserstoff-Infrastruktur aufbauen, die von der Erzeugung bis zum Einsatz alles abdeckt. Geplant sind von dem Unternehmen im Kreisgebiet neben zwei Wasserstoff-Tankstellen (Niebüll steht kurz vor der Inbetriebnahme, Husum ist im Bau) insgesamt fünf Elektrolyse-Standorte, möglichst in der Nähe zu Umspannwerken. Nun sollen die Projekte auf den Weg gebracht werden“, erklärte Hansjörg Brunk, „die Zeit drängt vor allem bei der Elektrolyse, denn acht Millionen Euro Fördersumme vom Bund stünden auf dem Spiel.

„Das Grundstück wurde kürzlich erworben“, erklärte dazu Bürgermeister Olde Oldsen, der abschließend noch einmal die Wichtigkeit eines neuen Feuerwehrgerätehauses herausstellte. In einer Informationsveranstaltung soll die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit über die Ziele und Zwecke der Planung nach § 3 Abs. 1 Satz 1 BauGB eingebunden werden.

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