Covid-19 – jetzt laufen die Tests

Aufnahmestopp in den Kliniken

berstanden! Eine Auszubildende zur Pflegefachkraft kommt von einer der schnell eingerichteten Teststationen in der Klinik Husum. Foto: (c) Klinikum Nordfriesland

Niebüll (mm) - In den letzten Tagen wurden in den Kliniken Niebüll und Husum vermehrt Covid-19 positive Patienten und Mitarbeiter durch Testungen identifiziert. Die Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne und sind nicht mehr in der Patientenversorgung tätig. Die Patienten werden entweder in der Klinik Husum auf einer speziellen Isolierstation versorgt oder in anderen Krankenhäuser verlegt.

Die Infektionen sind an verschiedenen Stellen aufgetreten. Warum es zu dem Ausbruch gekommen ist, ist derzeit unklar. Fast elf Monate haben alle Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in den beiden Kliniken erfolgreich funktioniert. Über 30 Proben aus dem Klinikum werden inzwischen in der Charité in Berlin auf die Corona-Mutation untersucht. Wann die Ergebnisse vorliegen werden, ist unklar.
Zur Gefahrenabwehr hat der Landkreis einen Aufnahmestopp in den beiden Kliniken verfügt. Ebenso wurden für mehrere hundert Mitarbeiter sogenannte Quarantäne ersetzende Maßnahmen erlassen. Diese bislang negativ getesteten Mitarbeiter müssen in häusliche Abgeschiedenheit gehen und dürfen in den Kliniken unter bestimmten Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt werden. Quarantäne ersetzende Maßnahmen können dann verfügt werden, wenn Personen zum Beispiel in der medizinischen Versorgung nicht einfach ersetzt werden können. Mit den Verfügungen dieser Quarantäne ersetzenden Maßnahmen wurden am Wochenende in den Kliniken Husum und Niebüll zudem knapp 1.200 Corona-Tests durchgeführt, davon rund 340 in der Klinik Niebüll.

Mit einer Vorlaufzeit von wenger als 24 Stunden ist es dem Klinikum gelungen, einerseits die Teststationen einzurichten und zudem nahezu alle Mitarbeiter zu kontaktieren. Die Analysekapazitäten und die Mitarbeiter für die Teststationen wurden kurzfristig von der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein bereitgestellt.

Es wurden insgesamt rund 1.400 Mitarbeiter zu den verpflichtenden Testungen gerufen. Diese erfolgten in Husum und Niebüll sehr schnell und reibungslos. Die Organisation war hervorragend, es kam nur kurz dann und wann zu längeren Schlangen. Die rund 200 Mitarbeiter, die am Wochenende nicht zu den Testungen kommen konnten, werden aktuell nachgetestet.

Die Stimmung war trotz der sehr beklemmenden Situation für die Mitarbeiter des Klinikums gefasst und ruhig. „Alle Mitarbeiter, die wir zum großen Teil erst außerhalb der Arbeitszeit Zuhause erreicht haben, haben aufgeschlossen und freundlich reagiert. Auch an die schnell für die Mitarbeiter eingerichtete interne Hotline, die zu den vom Kreis verfügten Maßnahmen Auskunft gibt, berichtete zwar von sehr vielen Nachfragen, aber alle Kolleginnen und Kollegen reagierten sehr freundlich“, fasst Stephan W. Unger, die aktuelle Stimmung im Kollegenkreis zusammen.

„Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Kommen an dem Wochenende und besonders dem Organisationsteam für die hervorragende Arbeit unter höchstem Zeitdruck“, fügt Unger an. „Organisatorisch war das in der Kürze der Zeit eine wirkliche Meisterleistung.“

Dieses Covid19-Basis-Screening der Mitarbeiter in Husum und Niebüll ergänzt die hauseigene Teststrategie, die in den letzten Tagen bereits mehrere Hunderte von Testungen umfasste. „Daher wurden Mitarbeiter in wenigen Tagen zum Teil mehrfach abgestrichen“, erläutert Stephan W. Unger.
Was nach seiner Ansicht nicht schadet, da PCR-Testungen nur eine begrenzte Aussagekraft haben. Sie stellen jeweils nur eine Momentaufnahme dar. Die Testungen sind nur dann positiv, wenn eine „ausreichende Virenlast“ vorhanden ist. Diese kann sich allerdings sehr schnell verändern.

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