Geplanter Poller sorgt für Diskussionen

Ist ein versenkbarer Poller in Höhe der Kreuzung Norder-, Schul- und Herzog-Adolf-Straße die Lösung?

An der Kreuzung zwischen Norder-, Schul- und Herzog-Adolf-Straße könnte, so die Stadt, durch einen versenkbaren Poller die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt zu sinnvollen, im Detail noch abzustimmenden Stunden reguliert werden. Foto: Klein

Husum (hk) – Eine verkehrsberuhigte Innenstadt, da sind sich die dort wohnenden und gewerbetreibenden Anlieger mit Politik und Verwaltung einig, wollen alle. Und auch der Steigerung der Aufenthaltsqualität durch eine Shared Space stimmen sie grundsätzlich zu, wobei diese allerdings noch geraume Zeit auf sich warten lassen wird. Um jedoch dem übers Kopfsteinpflaster ratternden, motorisierten Verkehr zumindest nachts Einhalt zu gebieten, hat die Stadt bis dahin die Ausweisung als Fahrradzone und hierfür den Einbau eines versenkbaren Pollers in Höhe der Kreuzung Norder-, Schul- und Herzog-Adolf-Straße vorgesehen.

Da Corona-bedingt eine Anliegerversammlung ausschied, informierte Jörg Schlindwein, Amtsleiter Stadtbauamt Husum, die gegebenenfalls davon unmittelbar Betroffenen Anfang Dezember schriftlich und bat um „Anregungen und Bedenken zu der geplanten Maßnahme“ per Post, Telefon oder E-Mail.
Die bis Ende letzter Woche eingegangenen Stellungnahmen waren, so der Bauamtsleiter, zu über 90 Prozent „überaus positiv“ – und das nicht ausschließlich von dort lebenden Privatpersonen, sondern auch von Einzelhändlern.

Demgegenüber spricht sich der Vorstand der Werbegemeinschaft „gegen die Einzelmaßnahme Einbau einer Poller-Anlage“ aus und bittet seine Mitglieder mit einer Liste von Argumentationshilfen, dem Stadtbauamt fristwahrend die jeweiligen Bedenken (Erreichbarkeit, Wert der Immobilie etc.) mitzuteilen. Zugleich begrüßt die Werbegemeinschaft aber auch „die politische Intention, den betroffenen Straßenbereich aufzuwerten mit dem Ziel, mehr Aufenthalts- und Lebensqualität zu ermöglichen“ und möchte „gemeinsam mit der Stadt diesen Straßenbereich so attraktiv wie möglich für Besucher, Kunden, Anwohner und alle Bürger gestalten.“

Da sich auch das Bauamt offen für konstruktive Lösungsvorschläge zeigt (Jörg Schlindwein: „Wir nehmen gerne alle Hinweise auf, um Bedürfnisse bei den weiteren Planungen berücksichtigen zu können“), könnte theoretisch der Bauausschuss die Belange aller vorbehaltslos diskutieren und das Stadtverordnetenkollegium am 17. Juni einen vernünftigen Konsens beschließen.
Ob das auch praktisch umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

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