Klinik Husum rüstet sich

Erweiterung der Isolierstation in Vorbereitung

Der in der Klinik Husum bereits in Betrieb befindliche Isolationsbereich wird in den kommenden Tagen umfangreich erweitert, um auf steigende Patientenzahlen vorbereitet zu sein. Foto: Klinikum Nordfriesland

Husum (pa) – „Infolge der jetzt bereits seit vielen Tagen für Nordfriesland sehr hohen Inzidenz mit den sich daraus ergebenden vermehrten Krankenhauseinweisungen werden wir den vorhandenen Isolationsbereich in den kommenden Tagen erweitern“, so Stephan W. Unger, Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland, zur aktuellen Lage im Klinikum.

Die derzeitige Isolationsstation in Husum verfügt aktuell über neun Betten. Diese füllen sich in den letzten Tagen etwas umfangreicher. Aktuell liegen dort sechs Patienten, so dass die Bettenkapazität im Isolationsbereich geringer wird. Die Krankenhauseinsatzleitung des Klinikums Nordfriesland hat daher am heutigen Freitag entschieden, dass die geriatrische Abteilung in der Klinik Husum keine neuen Patientinnen und Patienten mehr aufnimmt, um die auf der gleichen Ebene liegende Isolierstation erweitern zu können. Diese könnte nach einer Übergangs- und Umbauphase dann über bis zu 30 Betten verfügen. Diese Erweiterung greift ab dem 17. Januar.

Neben dem Aufnahmestopp in der Geriatrie der Klinik Husum – die Geriatrie in der Klinik Niebüll bleibt in Betrieb – werden auch die geplanten Behandlungen und Operationen noch weiter zurückgefahren, um die Intensivstationen zu entlasten und Personalkapazitäten für den Isolierbereich zu schaffen.

„Dabei achten unsere verantwortlichen Ärzte sehr genau darauf, dass das Verschieben von Terminen medizinisch gut vertretbar ist. Akute notwendige Eingriffe und Behandlungen bei Krebserkrankungen werden selbstverständlich durchgeführt“, so Stephan W. Unger. Das Klinikum geht auf die Patientinnen und Patienten, deren Termine verschoben werden müssen, zu.

„Momentan ist unsere personelle Situation stabil. Erste Kolleginnen und Kollegen kommen aus den Kontaktbeschränkungen zurück, neue Positivtestungen bei den täglichen Antigen-Testungen der Mitarbeitenden zu Schichtbeginn reduzieren sich auf wenige Einzelfälle“, so der Geschäftsführer. Von der unlängst von der Landesregierung ermöglichten Verkürzung der Quarantäne einzelner Mitarbeitenden wird das Klinikum derzeit aus Sicherheitsgründen noch keinen Gebrauch machen.

„Abzuwarten bleibt, wie sich der Start des Schulbetriebs nächste Woche nach einigen Tagen auswirken wird“, so Stephan W. Unger. „Wir beobachten die Entwicklung engmaschig und werden – wenn nötig – kurzfristig reagieren.“

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