Spannungen in der Hans-Momsen-Gesellschaft

Außerordentliche Mitgliederversammlung am 31. Juli

Foto: „Hans-Momsen-Gesellschaft“

Dagebüll-Fahretoft (ge) – Die Hans-Momsen-Gesellschaft, die auf Anregung vom Heimatforscher Hans Werner Paulsen gemeinsam mit Nachkommen von Hans Momsen und vielen weiteren Mitstreitern gegründet worden ist, pflegt die Erinnerung an das Werk des Universalgelehrten Momsen in dessen damaligen Wohnhaus. Im Hans-Momsen-Haus wird zudem ein Café betrieben – noch, doch derzeit tobt ein hitziger Konflikt zwischen dem verbliebenen Vorstand um Gerd Vahder und einer großen Zahl von Vereinsmitgliedern. Auch die Pächter des Cafés positionieren sich auf ihrer Internet-Seite, indem sie schreiben, dass das Café ab dem 31. Juli geschlossen bleibt, es sei denn, es werde ein neuer Vorstand unter dem Vorsitz von Dr. Ocke Momsen, Ur-Ur-Ur-Enkel von Hans Momsen, gewählt werden. Eine Gruppe von Mitgliedern der Gesellschaft um Günter S. Lintzen erhebt schwere Vorwürfe gegenüber dem Vorsitzenden Vahder: Sie wirft ihm vor, er würde gegen das Konzept des Momsen-Hauses als „kulturellem Dorfmittelpunkt“ agieren, er habe die Pächter des Cafés herausgemobbt, er würde Entscheidungen nach „Gutsherrenart“ in „Alleinherrschaft“ fällen und seit sechs Monaten eine Aussprache verweigern. Eine Gruppe von formal 12 Mitgliedern (Lintzen nennt die Zahl von „über 50 Mitgliedern, die aufbegehren gegen Ungerechtigkeiten“) erwirkte vor dem Amtsgericht Flensburg einen Beschluss, dass dieser dazu ermächtigt sei eine Mitgliederversammlung einzuberufen, die am kommenden Freitag ab 18 Uhr in der Koogshalle in den Reußenkögen stattfinden wird.

Gerd Vahder zeigt sich enttäuscht darüber, dass so offensiv gegen ihn und den Vorstand gearbeitet werde. Er spricht von „kaum zu glaubenden Vorwürfen, Angriffen und Behauptungen“, weist diese zurück und wirft der Gruppe, die die Abwahl des Vorstandes anstrebt, vor, sie habe es sich zum Ziel gemacht, „die Hans-Momsen-Gesellschaft und besonders die Nutzung des Hauses entgegen der aktuellen Satzung umzugestalten.“ Und fügt hinzu: „Selbstverständlich soll das Haus auch zukünftig für Gäste geöffnet sein, wir werben für neue Pächter“. Die Mitglieder Gisela und Manfred Grüter sehen gerade diese Offenheit in Gefahr: „Das Hans Momsen Haus mit Café muss ein offenes Haus bleiben für Dorfbewohner und Gäste. Es muss offen sein für Lesungen, Vertellabende, (wie sie bereits das Pächterehepaar Batze erfolgreich durchgeführt hat), musikalische Angebote und museumspädagogische Projekte etc. Keiner hat die Absicht im Hans Momsen Haus eine Kneipe zu etablieren, wie es Herr Vahder und Herr Panten wider besseres Wissen öffentlich behaupten.“ Sie betonen, dass das Hans- Momsen-Haus der kulturelle Dorfmittelpunkt für Fahretofter und Gäste bleiben müsse.

Es wäre sicherlich im Sinne von Hans Momsen, wenn am kommenden Freitag mit kühlem Kopf und klarer Logik, wie sie dem Andenken an einen Universalgelehrten gebührt, alle strittigen Punkte auf den Tisch kommen, damit wieder zu einem respektvollen Umgang zwischen allen Beteiligten gefunden werden kann. Um Neutralität zugewährleisten, stellt sich der Amtsvorsteher Ingo Böhm zur Wahl des Versammlungsleiters zur Verfügung.

Außerordentliche Mitgliederversammlung der Hans-Momsen-Gesellschaft: Am Freitag, 31. Juli um 18 Uhr, in der Koogshalle (Sophien-Magdalenen-Koog 8, 25821 Reußenköge).

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